| ALLGEMEINE
HINWEISE ZUM TREKKING |
Ihr
Hotel auf Djerba
Für die erste und letzte Nacht auf Djerba haben wir uns für
kleine Hotels je nach Verfügbarkeit oder auch Wunsch in Houmt
Souk oder in Meernähe entschieden. Das Hotel in Houmt Souk
liegt zentral und bietet die Möglichkeit vor der Heimreise
noch Souvenirs zu kaufen. Sollten Sie in der Pension oder in der
Nähe des Strandes untergebracht sein,
so
kostet eine Taxifahrt nach Houmt Souk ca. 7 Euro. Ausschlaggebend
für unser Wahl ist, dass die Hotels, gemütlich und persönlich
sind und nicht (pauschal-) touristisch vermarktet werden.
Dromedartrekking
oder Méharée
Während Sie bei einem Trekking hauptsächlich wandern
und nur ab und zu auf einem der wenigen mitgeführten Dromedare
reiten, haben Sie bei einem Dromedartrekking oder Méharée
jederzeit die Möglichkeit zu reiten. Unsere Touren sind grundsätzlich
Méharées, auch wenn wir sie der Einfachheit halber
manchmal als Trekking bezeichnen. Ihre Karawane besteht aus reinen
Gepäckdromedaren, die vor allem das Zelt und die Küchenutensilien
tragen und Reittieren. Auch die Reittiere sind bepackt, aber nur
so, dass Sie noch problemlos Platz zum Sitzen haben. Die Säcke
auf beiden Seiten der Tiere, in denen Ihr Gepäck verstaut
wird, bieten Ihnen die Möglichkeit die Beine aufzulegen.
Auf einem unbepackten Tier sitzt es sich weit unbequemer.
Ihre
Reiseführer
Unsere Touren werden von Halbnomaden aus Douz und Umgebung begleitet.
Unsere Begleiter sind in der tunesischen Sahara Zuhause und verfügen
über langjährige Erfahrung mit Trekkinggruppen. Eine
der Begleitpersonen spricht deutsch. Auf deutsche Reisebegleiter
verzichten wir bewusst. Wir haben gerade bei Trekkingtouren die
Erfahrung gemacht, dass Gruppe und Begleiter innerhalb weniger
Tage oft fast familiären Kontakt zueinander gefunden haben;
ein deutscher Begleiter "bremst" die Kommunikation,
da die Teilnehmer sich scheuen direkt mit den Chameliers zu reden,
dies lieber "dem Profi" überlassen.
Klima
Wir bieten in Südtunesien, d.h. in der nördlichen Sahara
in der Zeit von Mitte/Ende Oktober bis Mitte/Ende März Trekkingtouren
an. Während es in den Monaten Oktober und März noch
bzw. schon sehr warm sein kann (bis 40°C), wird es in den
Wintermonaten Dezember und Januar vor allem nachts mitunter recht
kalt (Tiefstwerte tagsüber bis zu 15°, nachts bis zu
0°C).
Schlangen
und Skorpione
Schlangen und Skorpione sind wechselwarm, d.h. sie werden erst
ab einer bestimmten Umgebungstemperatur aktiv. Ist es zu kalt,
zum Beispiel im Winter fallen sie in eine Art Kältestarre.
In der Wüste Südtunesiens ist man in der Regel ab Ende
Oktober bis Ende April sicher vor Schlangen und Skorpionen. Da
es natürlich auch von dieser Regel Abweichungen geben kann,
empfiehlt es sich vor allem am Anfang und am Ende der kalten Jahreszeit
die folgenden Regeln zu befolgen:
· Festes Schuhwerk tragen und Nachts den Weg mit der Taschenlampe
ausleuchten
· Schuhe, Schlafsack, etc. vor Benützung ausschütteln,
Taschen nicht offen stehen lassen
· Keine bewachsenen Plätze als Schlafplatz suchen.
Kleintiere ernähren sich von den Pflanzen und
Schlangen und Skorpione wiederum von Mäusen und
Käfern.
Schlafen
Wir führen auf allen Wüstentouren ein Berberzelt mit.
Diese Mehrpersonenzelte sind ohne Boden und werden entweder bei
starkem Wind oder auf Ihren Wunsch hin aufgeschlagen. In windstillen
Nächten suchen sich die Trekkingteilnehmer ihre Wunschdüne
aus oder legen sich auf den von uns gestellten Campingmatratzen
in die Nähe des Lagerfeuers unter den Wüstenhimmel.
Da die Sterne in der Sahara zum Greifen nah scheinen, ist es eigentlich
im Freien am Schönsten. Sie können jedoch auch jederzeit
Ihr eigenes Igluzelt mitbringen. Bitte teilen Sie uns dies vorher
mit, da wir eventuell bei einigen eigenen Igluzelten ein zusätzliches
Lastdromedar mitnehmen müssen.
Wasser und andere Getränke
Sehr wichtig bei einer Wüstentour ist Wasser. Unsere Karawane
zieht mit gefüllten Wasserschläuchen los und füllt
diese regelmäßig an Brunnen und Quellen auf. Dieses
Wasser wird abgekocht zur Zubereitung von Tee und Kaffee benützt.
Mit Entkeimungstabletten wird dieses ohnehin schon sehr gute Wasser
auch zu (kaltem) Trinkwasser aufbereitet. Von Zuhause mitgebrachte
Vitamintabletten verbessern den Geschmack. Sie haben auf der Fahrt
in die Wüste aber auch die Möglichkeit Mineralwasser
in Plastikflaschen einzukaufen. Bitte erinnern Sie Ihren Reiseführer
oder Fahrer, sollten diese nicht von sich aus einen Stopp zum
Wasserkauf anbieten. Wenn Sie auf die Tour alkoholische Getränke
mitnehmen möchten, sollten Sie diese bereits vorher einkaufen
oder von Deutschland mitbringen.
Essen
Auf unseren Touren werden Sie von unserem Begleitteam bekocht.
Zum Frühstück gibt es Tee oder Kaffee, in Sand gebackenes
Fladenbrot mit Marmelade und Streichkäse. Das Mittagessen
ist meist kalt; zum Sandbrot vom Morgen wird zum Beispiel tunesischer
Salat aus Gurken und Tomaten mit Tunfisch oder Salat aus gekochtem
Gemüse mit Kartoffeln gegessen. Das Abendessen wird am Lagerfeuer
zubereitet und besteht aus typisch tunesischen Eintopfgerichten,
zumindest am Anfang der Tour mit Lammfleisch. Die Gerichte, die
über dem Feuer zubereitet werden sind allesamt sehr schmackhaft.
Für zwischendurch empfiehlt es sich, Energiespender wie Schoko-
oder Müsliriegel dabeizuhaben.
Trinkgeld
Über Trinkgeld freuen sich alle, die eine Dienstleistung
erbringen, also Fahrer, Reiseführer, Kamelführer usw..
Nach der Reise ist es üblich, dass in der Gruppe als Dankeschön
und Anerkennung für das Begleitteam gesammelt wird. Im allgemeinen
steuert jeder Reisende zwischen 30 und 60 tunesischen Dinar, entspricht
ca. 20 bis 40 Euro bei. Es handelt sich hierbei natürlich
nicht um eine Pflicht; ob und wie viel Sie geben bleibt Ihnen
überlassen!
Zu guter Letzt
Vieles in der tunesischen Kultur ist uns sehr fremd und wird es
natürlich in der kurzen Zeit unserer Reise auch bleiben.
Wenn Ihnen etwas befremdlich vorkommt, fragen Sie Ihre Reisebegleiter.
Versuchen Sie "Anderes" nicht mit unseren Maßstäben
zu messen, diese sind nämlich nicht "richtiger",
sondern nur eben "anders". Wenn Sie offen für Neues
sind, werden Sie mit vielen wertvollen neuen Eindrücken nach
Hause zurückkehren.
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